»kino: the da vinci code
am dienstag hab ich the da vinci code (dt. titel: sakrileg), natürlich in OV, im kino gesehen. (tom hanks, audrey tautou, jean reno)
robert langdon, ein angesehener symbologe, wird während einer autogrammstunde von der polizei abgeholt, die ihm zum fall des ermordeten direktors des louvre ein paar fragen zu seltsamen symbolen stellen will. schnell begreift er, dass er der hauptverdächtige für die polizei ist und flieht mit der enkelin des ermordeten, sophie neveu. langsam entdecken die beiden verschlüsselte botschaften, die es zu knacken gilt, um einem lange gewahrtem geheimnis auf die spur zu kommen… (bild von www.megaplex.at)
wie bei jedem gehypten film ist eines wichtig: man vergisst jede gelesene kritik, bevor man sich den film ansieht, und wenn man dannach darüber nachdenkt, geht man einen schritt zurück und sieht sich das ganze aus einer gesunden distanz an. dann erscheint alles grosse nicht mehr ganz so gross und kleinigkeiten, über die sich manch einer aufregen kann, sieht man eventuell gar nicht mehr; dafür erhält man einen guten überblick.
bei the da vinci code verhält es sich genauso. vergessen wir die vermischung von tatsachen und fiktion (leute, das ist eine geschichte die unterhalten soll, keine dokumentation!) oder über was sich die kirche man sich sonst noch so aufregt.
tatsache ist: dan brown hat hier eine sehr interessante geschichte verfasst, die mit einigen wahnwitzigen ideen und einer riesigen schnitzeljagd zu überzeugen weiss. nachdem ich dann für den film wohl auch die optimale zielgruppe bin (keine ahnung von den historischen details ob akkurat oder nicht, buch noch nicht gelesen) hab ich mich bestens unterhalten gefühlt.
die (hochkarätig besetzten) schauspieler leisten durchwegs gute arbeit. tom hanks ist ja bekannt dafür, bei filmen sehr wählerisch zu sein; sehr gut gefallen hat mir auch paul bettany als silas, der eiskalt einen mord nach dem anderen tätigt und sich dann als religiöser fanatiker selbst auspeitscht. einzig jean reno hab ich in seiner rolle als französischen inspektor noch zu sehr von pink panther in erinnerung, als dass ich ihn hätte ernst nehmen können, dafür sind die beiden filme einfach zu dicht nacheinander.
obwohl der film mit 2 1/2 stunden sehr lang ist, kam zumindest bei mir keine langeweile auf. ruhigere pausen zwischen der hektischen schnitzeljagd werden für erklärungen und rätsellösungen verwendet, damit man der geschichte weiter folgen kann.
ich kann weder ganz verstehen, warum der film ohne ende gehyped wird, noch kann ich verstehen, warum man den film in grund und boden kritisiert, aus welchem grund auch immer (hält sich zu sehr ans buch, hält sich zu wenig ans buch, unwahrheiten werden als fakten dargestellt, ketzerisch…) - es ist eine interessante geschichte, die ganz gut in einen film umgesetzt wurde. auf jeden fall sehenswert.
nur das kino trübte uns wiedermal mit einer technischen panne das kinovergnügen etwas - der ton war über weite strecken des films unerträglich, da es bei sprache ein seltsames echo gab, was das zuhören sehr anstrengend machte.
May 26th, 2006 at 10:06 am
genauer gesagt ist es eine Uchronie
Und der 2ter beste Filmstart der Geschichte.
May 26th, 2006 at 7:44 pm
Hallo,
habe den nachfolgenden Beitrag zu –The Da Vinci Code – gefunden und finde die Sichtweise des Autors auch interessant.
Der Link: http://heuteblog.de/2006/05/26/
Viel Spaß
Andi