»the dresden dolls live

ein mann am schlagzeug und eine frau am piano und mit ihrer stimme.

ungewöhnlich? ja. funktioniert nicht? nein.

der musikstil nennt sich laut eigenen angaben “brechtian punk cabaret” und ist nach wikipedia “eine unkonventionelle Mischung aus alternativem Pop-Rock, Riot Punk und deutscher Cabaret-Musik der 1920er Jahre” - gut, ich hätte es nicht kategorisieren können; ich kenne einfach nichts, was nur annähernd so klingt.

nach empfehlung des musikgurus also angehört, interessant gefunden und somit gestern in den posthof gegangen.

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amanda palmer an ihrem piano, brian viglione an seinem schlagzeug. die mode der beiden ist wohl das erste, was ins auge sticht - sie wie der schlimmste punk, er mit weisser schminke im gesicht und einer schwarzen melone auf dem kopf.

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die musik hingegen ist wirklich interessant. die ungewöhnliche mischung von musikstilen, zusammen mir ihrer (zugegeben sehr guten) stimme, durch fetzigere und ruhigere lieder hat etwas. ich kann zwar nicht behaupten, dass mir alle lieder gefallen, aber es sind dennoch viele gute dabei, darunter auch ein paar echte favorites. wer mal einfach was probehören will, ich empfehle songs wie “half jack”, “coin-operated boy”, “modern moonlight”, “sex changes” und “backstabber” (das leider nicht gespielt wurde :( ).

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dafür hat amanda allein - nur das piano und ihr gesang - sehr schön und in voller länge “hallelujah” (von jeff buckley) gecovert. war recht lustig, weil die meisten kids um mich herum sich in dem moment gefragt haben “was ist das für eins?!” - wo bleibt die musik-allgemeinbildung :-)

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ein paar wenige lieder gabs auch mit der gitarre begleitet. sehr schön war auch folgendes - ein mädchen in der ersten reihe hat offenbar auf dem “air-piano” mitgespielt, und amanda hat einmal angemerkt “i have never seen anything like that, but she is playing air-piano and she’s doing an amazing job!”. und später hat sie sie einfach auf die bühne geholt, und ihr gesagt sie soll spielen - und nach dem anfänglichen “des kann i jo ned!” hat sie doch zuerst eine, und dann beide hände übernommen und für amanda weitergespielt, die währenddessen mit einem drumstick auf die drums ihres partners eingedroschen hat.

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alles in allem ein schönes, interessantes konzert. mal etwas komplett anderes. :-)

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