»hagenberg -> linz & linz -> hagenberg — mit dem fahrrad!

gestern wars endlich so weit. ich probier es aus, mit dem rad nach linz zu fahren, bis zum pöstlingberg.

um 14:45 ging es los. zuerstmal in den ortkern von hagenberg (bin ich ja schon öfter gefahren), dann raus aus dem ort. die ersten paar kleinen hügel bergauf und bergab. bis zum ortsschild, vor der bundesstrasse: 15 minuten.
dann die bundesstrasse entlang. die route ist eigentlich so gewählt, dass ich solche strassen meide (wegen des verkehrs), allerdings geht es hier nicht wirklich anders, ohne einen groben umweg zu fahren. also die königswiesener bundesstrasse rauf und runter, schön hügelig. das erste mal wirds zach. dann kurz vor der autobahn auf einen kleinen güterweg wechseln und in richtung engerwitzdorf. halbe stunde ist vorbei.
dannach viel bergauf, aber nachher gleich wieder runter. bisher keine pause gehabt, das bergabfahren nach jedem hügel reicht vorerst. an einer kreuzung stimmen die strassen mal nicht mit meiner zeichnung überein, mist. ein paar minuten verloren, um die richtige strasse zu suchen.
knapp eine stunde vergangen, ich steh vor einem hügel, der von unten ziemlich scary aussieht. erste pause. ich trink ein bisschen was, geb per sms bescheid wie es vorran geht. dann den hügel rauf - halb so wild, so eine pause, und selbst wenn sie nur 3 minuten dauert, bringt einiges an energie.
dann wieder kurz verfahren, gottseidank gleich bemerkt, und nur kurz gesucht wo ich stattdessen fahren muss. die strasse heisst erst nach ein paar metern so wie notiert, vorher anders :/ kurz darauf dann wieder verwirrung, keine ahnung wie richtig ich jetzt fahre - blöd angeschrieben alles. ich fahr in die richtung, wie der plan weist, und hoffe, dass es richtig ist. kurz darauf hoffe ich das noch mehr - ich bin die ganze zeit bergab gerast, nochmal umdrehn will ich jetzt sicher NICHT. bald sehr ich die abzweigung zur alten linzer strasse - juhu, richtig. dort gehts erstmal wieder ordentlich brutal bergauf - yeah. erstmal meine zweite pause machen, wieder ein paar schluck trinken. ich trinke während der fahrt normal sehr ungern etwas, weil ich den glucksenden magen nicht ausstehn kann und hinderlich finde, mal sehen ob dass da so geht.
nach der steigung die erlösung - die gesamte restliche alte linzer strasse, bzw nachher gallneukirchner strasse geht bis zur freistädter strasse in linz bergab. ich rase runter, den höchsten gang eingelegt und trotzdem kann ich kaum treten. bald bin ich unten, wechsle beim pleschinger see auf den donauradweg, radle dort entlang, unter autobahn-, eisenbahn- und nibelungenbrücke durch und zum pöstlingberg. die letzten paar hundert meter auf den pöstlingberg rauf, die ziemlich brutal nach oben gehn aber mir normal nichts ausmachen, fühlen sich sehr arg an. dann spür ich noch wie mein linker oberschenkel anfangen will zu krampfen - überanstrengt oder zu wenig getrunken? zugegeben, viel wars nicht. aber bald: geschafft. erstmal in die wiese gelegt, nochmal etwas getrunken, dann aus den durchgeschwitzten sachen raus und geduscht. zeit: 1:52h. die 2x verfahren und das viele schauen auf den plan wegen unsicherheit weggerechnet, müsste das nochmal einiges weniger werden, zumindest 1:45.

heute dann die strecke in der anderen richtung, wieder nach hause. start um 11:45. den pöstlingberg runter ist sowieso jedesmal genial, dann auf die donaulände. dort 2 bekannte getroffen und kurz geplaudert, ein paar minuten die aus der fahrtzeit rauszurechnen wären, hab leider nicht auf die uhr gesehen. dann auf die freistädter strasse gewechselt, und in die gallneukirchner bzw alte linzer strasse eingebogen. hui. jetzt gehts LANG bergauf - all das, was ich gestern heruntergerast bin. immer niedrigere gänge eingelegt, immer weniger geht vorwärts. zeit für eine pause. wieder ein paar schluck getrunken und schon gehts leichter. der weg da hinauf zieht sich eeeeewig. aber irgendwann ist man dann doch mal oben und kann das kurze stück, das ich gestern raufgetreten bin, runterflitzen.
dannach wieder ein strasse entlang, wo ich dann mal links reinmuss. irgendwann gehts links rein, ich überleg noch “da schon? nein, glaub nicht…” und fahr weiter gradeaus. bald zweifel. stimmt das? ich rase bergab. mist. wenns falsch war, dann wirds gleich ziemlich doof. dann kommt ein ortsschild eines ortes, den ich noch nie gehört habe. verdammt! also den berg wieder rauf - der auch nicht ohne ist. hätte also doch die abzweigung gestimmt. dieser umweg hat mich etwa 15-20 minuten gekostet. dann da rein, bei einer abzweigung kurz etwas unsicher, aber hat dann eh gepasst. bin jetzt ein bisschen über eine stunde unterwegs. trinken.
dann den scary berg, vor dem ich gestern kurz pause gemacht hab runtergerast. dannach wieder die kleinen güterwegelchen gesucht und gefunden. schon bald bin ich in unmittelbarer nähe des autobahnendes. ein noch etwas schwerer hügel bergauf… auch geschafft. jetzt noch die eine abzweigung… moment. irgendwas stimmt da nicht. laut meinem plan gradaus, gestern muss ich da auch so gefahren sein. das problem: es gibt kein gradaus, nur links oder rechts. hä? die strasse nach links heisst so, wie die linke heissen würde wenns ein gradaus geben würde, also ist die es sicher nicht. also fahrn wir rechts. da gehts schön bergab. hoffentlich war das richtig. bald fahr ich neben der autobahn - das hab ich gestern SICHER NICHT gehabt, ausser direkt am ende. mist. naja, mal sehen ob ich da wieder irgendwie zurückkomm. plötzlich seh ich ein strassenschild, die strasse heisst so, wie die, die ich brauche. perfekt! ich fahr sie entlang, es geht wieder viel bergauf. dann wieder ein schwerer hügel. immerhin kommt mir der weg bekannt vor, sollte also stimmen. als dann das erste haus an der seite ist, weiss ich, WIESO mir der weg bekannt vorkommt. das ist der hügel von gerade eben, vor der abzweigung - MIST! ICH BIN IM KREIS GEFAHREN! ARGH! also wieder bis zur abzweigung. langsam nervt das, die zweite schwere steigung, die ich heut umsonst gefahren bin. erstmal pause, und wieder was trinken. heute trink ich deutlich mehr als gestern, aber ohne mich dazu zu zwingen - scheint die wärmere temperatur zu sein, oder die tatsache, dass die strecke in der anderen richtung doch ein wenig anstrengender ist (wenn auch nicht sooo viel… durch die hügel bergauf/bergab gleicht sich das halbwegs aus).
wieder an der abzweigung. diemal nehm ich den anderen weg, und schon bald seh ich, dass ich richtig bin. wie kanns das geben?! wieso heisst der so wie der, in den ich beim hinfahren NICHT einbiegen darf? dann gehts flott, viel bergab, bis zum autobahnende. da gehts mal ziemlich bergauf, ich mach nochmal eine kurze pause, und wieder ein sms wies geht.
die königswiesener bundesstrasse ist in der gegenrichtung auch um einiges anstrengender, es gibt zwar auch bergab, aber mehr bergauf. oder ist es die zunehmende erschöpfung? ich kämpfe mich rauf, bald das ortsschild von hagenberg. ich trinke den rest den ich noch hab und kauf beim billa noch etwas isotonisches, das sollt ich vielleicht überhaupt generell bei solchen strecken nehmen. mehr magnesium kann auf jeden fall nicht schaden. dann den hügel in hagenberg rauf, auch den zweiten, und einen dritten, dann gehts endlich wieder ein bisschen bergab. und ich mach wieder eine pause.
durch den wald und einen letzten hügel hinauf, bis ich endlich das haus sehe, das rad hinstell, mich auf die bank setze, etwas trinke und anruf, um zu sagen, dass ich gut angekommen bin. fahrzeit über alles: 2:45h. die fahrt in die falsche richtung mit hügel rauf und die fahrt im kreis mit hügel rauf, das kurze plaudern auf der donaulände und die zeit im billa zum trinken kaufen rausgerechnet sollte ich knapp über 2 stunden sein, 2:05 oder so. also nicht massiv länger als die fahrt nach linz runter.
dann wieder aus den durchgeschwitzten sachen raus und duschen.

es war heftig, aber genial. schöne strecke, auch wenn man sich leicht verfährt, weil kaum etwas angeschrieben ist auf den kleinen strassen. auf der bundesstrasse ginge es in der hinsicht leichter, dafür hat man da viel verkehr und wird oft knapp überholt. im dunkeln ist die strecke auch ned wirklich was, da man sich da wohl noch leichter verirrt.

laut routenplaner sinds knapp über 30 kilometer und die errechnete zeit fürs auto sind 53 minuten, also sooo schlecht war ich da glaub ich nicht unterwegs.

:)

One Response to “hagenberg -> linz & linz -> hagenberg — mit dem fahrrad!”

  1. chris Says:

    danke dassd geduscht hast.

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