»das alien problem

vor ein paar wochen hab ich mir zum ersten mal contact (mit jodie foster) angesehn. die story klang gut, deshalb hab ich mir die dvd gekauft.
ich hab also mal 1 stunde davon gesehn und muss sagen: genialer film. suche nach extra-terrestrischem leben, relativ realistisch gehalten (mit dem SETI projekt, das very large array in new mexico, das arecibo observatorium usw), wirklich gut gemacht. nach einer weile kommt auch ordentlich action, als sie wirklich etwas abfangen, entschlüsseln, und herausfinden, dass es ein bauplan ist. dann bauen sie die maschine nach, mit der sie zu dem fernen planeten reisen können sollten. bis hier hin (1h 55 min) hat mir der film wirklich gut gefallen. DANN gelingt es tatsächlich und sie ist bei einem “alien” (details würden wohl spoilern). wah! warum muss man so einen guten film unbedingt mit so etwas kaputt machen? das ende, quasi der “schlusssatz” (auch wenns ned ganz am ende ist) is hingegen wieder gut und relativiert diese zuvorgehende szene wieder. dennoch frag ich mich, ob das wirklich sein muss.

ein film, der wirklich auf aliens abzielt (independence day, MIB, was mir mal so spontan einfällt, abseits von “alien” oä) hat die aliens schon sehr bald, und man weiss, dass man von diesem film nicht sonderlich realismus erwarten muss (ja, auch science fiction hat durchaus realismus und science fiction kann auch ohne probleme unrealistisch sein). hingegen war contact 1 stunde und 55 minuten wirklich genial, um es dann mit einer szene wieder kaputt zu machen. so etwas regt mich auf.

ein film muss ja nicht unbedingt ein happy end haben. sie schaffens nicht mit den aliens zu kommunizieren oder die nachricht kam nicht von aliens. jodie foster macht das schlusswort “ich werde dennoch nicht aufhören zu suchen. so viele galaxien und nur wir sollten hier sein? das wär eine ziemliche platzverschwendung.” (das ist jetzt nicht kitsch sondern war ein running gag im film) und dann wird “the end” eingeblendet – ich finde, das hätte den film um welten besser abschneiden lassen. was wär so schlimm daran?

warum ich das hier schreibe? weil es nicht das erste mal war.

tatort: mission to mars
forschungsteam verschwindet, rettungsaktion, finden komisches gebäude, plötzlich steht ein alien da. *kopfschüttel* er hat gewartet bis jemand kommt. ohne alien wärs mysteriös geblieben und hätte das ende nicht verhunzt.
im grunde genau wie bei contact, film bis kurz vor ende gut, dann tauchen aliens auf.

tatort: sea quest
war eine tolle serie, bis plötzlich aliens aufgetaucht sind. warum? die haben ein raumschiff am meeresgrund, ahja, klar.

warum machen die das? teilweise kommt es mir so vor, als wär das drehbuch ursprünglich ohne dem geschrieben gewesen, aber irgendeine grosse filmklitsche wie paramount, WB oder sonstwer wollen den film nicht ohne dem publikumsmagnet “alien” produzieren, weil das publikum, die stehn auf ausserirdische…

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