»kino: barfuss

gestern habe ich barfuss (til schweiger, johanna wokalek) angesehn.

Wie weit gehst du, wenn du verliebt bist?

Nick Keller ist ein echter Versager: Er verliert einen Job nach dem anderen, und den neuen Job als Putzhilfe in einer psychiatrischen Klinik behält er gerade mal einen Tag. Doch beim Verlassen der Klinik kann er in letzter Sekunde den Selbstmord einer jungen Frau verhindern. Das hat ungeahnte Konsequenzen: Leila folgt ihrem Retter heimlich und steht plötzlich im Nachthemd und barfuss vor seiner Tür. Nicks Versuche, sie abzuwimmeln, schlagen alle fehl - sie hat beschlossen, für immer bei ihm zu bleiben? Nick, der noch nie in seinem Leben für andere Verantwortung übernommen hat, und Leila, die die Welt mit staunenden Kinderaugen sieht, machen sich gemeinsam auf eine Reise, die ihr Leben verändern wird…(www.megaplex.at)

was man zu dieser plotbeschreibung noch hinzufügen müsste, ist: leila ist deshalb in der klinik, weil sie von der aussenwelt isoliert aufgewachsen ist. sie war noch nie in der welt “da draussen”. ansonsten werd ich schauen, nichts vom eigentlichen plot zu verraten.

was til schweiger da erschaffen hat (er hatte ja viel zu tun - drehbuch, produktion, regie und hauptrolle), ist unglaublich. der film hat etwas von einem road-movie, liegt auch quasi in einer linie mit “knocking on heavens door”. es ist eine romantische komödie, die nicht vor echten gefühlen zurückschreckt. gefühle kommen in geballter ladung, in allen formen und farben - vertrauen, ärger, liebe, hass.

im film gibt es immer wieder lustige szenen, die sich aufgrund der unwissenheit und naivität von leila ergeben, die ihre sache wirklich gut spielt, ohne überzogen zu wirken. sachen, die für uns wohl selbstverständlich sind, erscheinen ihr als grosse sache (”der hat ein loch in deine karte gemacht.”). auch wenn manche typische blödel-schauspieler (zB axel stein) mitspielen, wird der film - gottseidank - nicht ins lächerliche gezogen. die handlung ist zwar leicht überzeichnet, was dem film aber nichts abtut.

der soundtrack ist wahnsinning gut gewählt und passt wunderbar zu den jeweiligen bildern, unter anderem auch “dido - don’t leave home”. und die erste szene mit “hallelujah” (original von jeff buckley, bekannt vorallem auch aus “shrek”) - auf dem rummelplatz - ist genial&schön - und rührend. und wo wir grade bei rührend sind: ich oute mich jetzt zwar vielleicht als softie, aber wie leila erklärt, warum sie sich in nick verliebt hat, blieb mein auge ehrlichgesagt nicht trocken. “wir haben den mond gesehn…”. zu mitreissend und rührend.

ich kann den film nur jedem empfehlen. auch wenn er wohl von bestimmten lesern als “frauenversteher-film” abgetan wird, er ist es definitiv wert, gesehn zu werden. wenn man sich auf das erlebnis einlässt, wird man es bestimmt nicht bereuen.

2 Responses to “kino: barfuss”

  1. knussel Says:

    sag ich ja ;)

  2. Sophie Says:

    mir is bis jetzt keiner bekannt, dessen augen trocken geblieben sind bei dem film :o)

    sooo süß :) echt!

Leave a Reply