»kino: the interpreter

gestern hab ich mir the interpreter / “die dolmetscherin” (nicole kidman, sean penn) angesehn.

Silvia Broome ist Übersetzerin der Vereinten Nationen. Zufällig erfährt sie, dass ein afrikanischer Staatschef, der in Kürze bei der Generalversammlung der UNO sprechen wird, ermordet werden soll, um einen Putsch in seiner Heimat herbeizuführen. Gemeinsam mit dem FBI-Agenten Tobin Keller versucht sie, den Auftragskiller aufzuhalten, der es nun auch auf sie abgesehen hat. (www.megaplex.at)

was mir in dieser kurzen inhaltsangabe abgeht: tobin keller gräbt in der vergangenheit von silvia broome und wird misstrauisch - sie hätte ein motiv, den afrikanischen staatschef selbst zu ermorden. und ausserdem ist keller beim secret service, nicht beim fbi.

als ich die inhaltsangabe zum ersten mal gelesen habe, musste ich an “the art of war” (wesely snipes) denken. UN, mordanschlag, verschwörungen. sehr grob gesprochen trifft es das auch. the interpreter ist ein polit-thriller, leider ohne sehr viel politik. es geht um einen erfundenen afrikanischen staat, offenbar wollte man sich nicht politisch zu etwas bekennen.

drehort ist tatsächlich auch das UN hauptquartier, der saal der generalversammlung. dafür wurde eine erlaubnis von kofi annan eingeholt, welcher das drehen an wochenenden bewilligte.

die rollen sind sehr gut gespielt, nicole kidman wirkt sehr ungewohnt. sean penn ist mir irgendwie unsympathisch, das gesicht, die frisur, die stimme - irgendwas passt da nicht zusammen. nicht meine traumbesetzung, da hätte sich wohl etwas anderes gefunden. nichtsdestotrotz spielt er meines erachtens gut.

vom plot her gibt es nicht viel zu sagen - nur, dass man sich dieses vertiefen der beziehung der beiden hauptdarsteller meiner meinung nach hätte sparen können. zu einem kuss o.ä. kam es ja gottseidank nicht; es hätte aber auch nicht geschadet die beiden darsteller komplett auf distanz zu lassen. eventuell hätte das auch zeit gespart, der film ist mit seinen 128 minuten doch relativ lang.

es gibt ein paar witzige sachen, die den plot etwas aufheitern und dafür sorgen, dass der film sich nicht zieht - so zum beispiel der running gag mit “gone” und “dead” oder “what do you do when you can’t sleep?” - “i stay awake.”.

ich fand den film interessant. bestimmte sachen - vor allem im bezug auf das ende - versteh ich nicht ganz. vielleicht kommt das noch.
als highlight empfinde ich ihn aber dennoch nicht. da gabs definitiv bessere filme. sehr schwer eine empfehlung für eine bestimmte zielgruppe auszusprechen. fans von polit-thrillern wird er aber denk ich sicher gefallen.

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