»FU! farin urlaub live in der arena
woran erkennt man ein gutes konzert? wenn ich noch während des konzerts, mit geschlossenen augen und im takt springend, die lobeshymnen für die noledgebase in gedanken verfasse.
gestern war ich am konzert von farin urlaub, beziehungsweise des farin urlaub racing teams. stattgefunden hat dieses musikalische zusammentreffen in der wiener arena – hach wie herrlich, ein open air bei diesem schönen wetter. farin konnte sich natürlich nicht verkneifen zu erwähnen, dass er schon mal mit einer anderen band hier war – tjo, das kann ja nur vor zirka ziemlich genau einem jahr gewesen sein, denn da war ich das letzte mal in der arena ;)
ich möchte mich jetzt hier gleich mal für die fotos entschuldigen, ich hab die digicam gscheiterweise im auto liegen lassen und hab somit nur mit dem handy geknipst – was bei tag noch gut ging, aber sobald es dunkel wurde, konnte man die pics vergessen :(
am ersten foto erkennt man gleich mal die bühne mit schon ein paar leuten davor, wie es dann losging seh es etwa SO aus – die arena war randvoll. ich muss wohl nicht dazusagen, dass das konzert ausverkauft war, oder? ;)
dann legte die 11-köpfige band (!) los. farin, zweite gitaristin, bassistin, schlagzeugerin, 3 backgroundsängerinen, die hin und wieder auch ein bisschen perkussion machten. und dann noch 4 bläser von den busters (hey, die busters warn doch schon mal mit den ärzten auf der bühne, mit “männer sind schweine”) – eine trompete, eine posaune und zwei sax. die bläser kamen enorm genial bei so machen liedern, es passt unheimlich gut dazu. die backgroundsängerinnen hatten us-cops uniformen an, vollständig mit schlagstock.
die band gab ordentlich gas, selbst die ruhigeren lieder kamen live mit enorm viel druck. ich stand vorne, direkt vor den frontboxen. das ist wahrlich ein erlebnis, wenn beim richtigen lied die schlagzeugerin mir die bassbeats mit enormen schalldruck und 240 bpm in den gehörgang jagt – wahnsinn! aber es ging auch mal ruhiger, bei “phänomenal egal” wurde so manches feuerzeug gezückt, denn dieses lied IST nunmal ruhig, und ich liebe es dennoch, wegen dem enorm stark sarkastischem text. die setlist war auf jeden fall sehr gut gewählt; die richtigen stimmungsmacher kamen zwar allesamt in der ersten hälfte, doch auch später wusste er noch, wie er das publikum so richtig anheizen kann.
bestes beispiel: das lied “zehn”. in dem lied geht es um publikumsbeteiligung, publikumsmitarbeit, und im refrain geht es in etwa so “ich zähle jetzt bis 10 und dann will ich euch springen sehn! 1! 2! 3! 4! 5! 6! 7! 8! 9! 10!” und tatsächlich, ausnahmsweise gabs mal kaum lamer, selbst die leute auf den “balkonen” (die “champagnerfraktion, wie farin sagte) taten mit, nur ganz wenige liessen sich von der stimmung dieser hüpfenden masse nicht mitreissen. “springen! springen! steeehenbleeeiiiben. springen! springen!” – es war einfach genialst. “springen müsst ihr nur noch selbst, herunter fallt ihr von alleine…”
ein kuhler witz war auch am anfang von “am strand” – als nur das publikum selbst den anfang gröhlte, merkte farin an, dass man natürlich wie im lied bei “ich sah dich vorrübergehen und bevor ich etwas sagen konnte wurdest du vor meinen augen vom lastwagen über-” immer leiser werden müsse. also wurde es mit schreien und handzeichen der rechten hand von farin geübt – laut, leise, laut, leise, dann mit der linken hand – “ah, ihr seit drauf reingefallen, die hand isses” ;)
die backgroundsängerinnen wollten farin wohl mal lynchen, als er ein lied immer wieder anfing, die ersten paar worte sang, und dann wieder mit irgendetwas unterbrach.
die stimmung war wirklich ungeschlagen, ich hab mich bestens amüsiert. toll war auch das “catering” – apfelsaft pur oder gespritzt war gratis. ausserdem hab ich die securities noch nie so viel wasser austeilen sehn, normalerweise muss man da – vorallem gegen ende des konzerts – eher schon betteln, aber die haben einfach becher um becher verteilt. ausserdem ging immer wieder einer mit einen schlauch durch und bespritzte die ersten reihen mit dem kühlen nass.
alles in allem ein solides 2-stunden-10-minuten-konzert, das man wohl einmal gesehen haben sollte. übrigens, beim nächsten konzert in der arena zieht sich farin untenrum aus ;) (hat er zumindest gesagt, hehe).
May 29th, 2005 at 2:09 pm
Toller Review zu einem tollen Konzert. War einfach wiedermal unschlagbar!!
May 29th, 2005 at 2:56 pm
Noli, wir müssten uns fast angepogt haben. Ich bin direkt neben der linken Stiege gestanden, also maximal 2 Meter hinter dir !
May 29th, 2005 at 11:48 pm
Herje – geiles review ich wollt auch aber da waren die Karten schon aus.
:)
May 30th, 2005 at 3:13 pm
yeah! geniales review – geniales konzert – was will man mehr! :DD *jump* *jump* *jump* :D
May 31st, 2005 at 3:35 pm
das konzert war einfach klasse! tut mir leid, falls ich jemandem beim stagediven auf den kopf gefallen bin…
lg alex
June 1st, 2005 at 3:03 pm
@taz:
oh, da müssen wir ja wirklich mehr oder weniger direkt nebeneinander gestanden haben. ich stand fast ganz links aussen bei der stiege, anfangs war noch ein typ links von mir, der war dann aber mal weg.
August 8th, 2005 at 1:31 pm
Ich will das FURT auch nochmal live sehen! Aber das wird dieses Jahr wohl nix mehr. Schade schade schade…aber immerhin kann man sich schonmal auf die Live CD freuen. Und auf die nächste Tour natürlich auch, ob FURT oder Die Ärzte, egal ;-)
Und das mit dem Pogen kann ich nur bestätigen. Macht jede Menge Spaß, die Leute sind sehr hilfsbereit, und so richtig passieren kann eigentlich nix :-)
May 23rd, 2009 at 6:41 pm
hi…ma ne frage: was zieht man am besten auf nem farin urlaub konzert an???…ehr punk oder ganz normal oder was in der mitte???…dankeschön im voraus
January 7th, 2010 at 8:37 pm
am besten ein FURT shirt :)