»zeitzahn

der zahn der zeit nagt an allem.

vorallem an alten dingen, an dingen, die uns vielleicht einmal wichtig waren und es nicht mehr sind. durch die geringere aufmerksamkeit vernachlässigen wir pflege oder wartung, was den zahn der zeit nur noch mehr in seinem tun bestärkt. etwas, was uns einst inspiration war, ist nurnoch ein überbleibsel von etwas, das uns einst viel bedeutet hat. etwas, was uns wirklich wichtig war, verfällt zusehends. vielleicht war es auch einmal sehr wertvoll, und uns ist für gewisse zeit einmal sehr viel daran gelegen. doch fängt der zahn der zeit erst einmal an zu nagen, ist es schwer ihn aufzuhalten. es zu bekommen ging vermutlich einfach, es auch so zu behalten ist schwer. die dinge werden obsolet, unwichtig, banal, belanglos. ständig. ununterbrochen. es ist ein laufender prozess, die grenzen sind fliessend, mit grauzonen - es ist ein langsamer fortschritt. nichts geht plötzlich, daher fällt der befall auch nicht sofort auf. wenn es dann auffällt, ist man teilweise überrascht, teilweise ist es einem egal. doch es sollte nicht egal sein. wenn man darüber nachdenkt, wird man eventuell feststellen, dass es sehrwohl wert wäre, wieder etwas zu investieren. wenn es einem einmal viel wert war, ist es das - tief in einem drin - möglicherweise immer noch. es ist ein gefühl. es ist _unser_ gefühl. es fällt in unseren zuständigkeitsbereich, wir müssen uns darum kümmern. und auch, wenn wir einmal einen rückschlag erleben, sollten wir es nicht den kopf in den sand stecken und nicht augenblicklich aufgeben.

auch bei freundschaften.

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