»kino: garden state

garden state filmplakatgestern hab ich mir garden state (zach braff, natalie portman, peter sarsgaard, ian holm) im kino angesehn.

andrew “large” largeman weiss nicht so recht, was er mit seinem leben anfangen soll. seit seiner kindheit muss er schwere medikamente nehmen, er arbeitet als kellner in einem asiatischen restaurant und schläft in einem steril-weissen schlafzimmer. als er erfährt, dass seine mutter gestorben ist, macht er sich auf den weg von der grossstadt zurück in seine ländliche heimat new jersey. da trifft er ehemalige schulkollegen, alte bekannte, und lernt auch die notorische lügnerin sam kennen, die innerhalb kürzester zeit sein leben auf den kopf stellen wird. (text von mir, bild von www.megaplex.at)

first of all: ich bin froh, den film endlich gesehen zu haben. an allen ecken wird bereits darüber geredet, im aktuellen “ray” gibt es einen langen artikel und inzwischen läuft er doch schon 1 woche in den kinos.

was kann man über den film sagen? er ist genial. zach braff, der neben der hauptrolle auch drehbuch und regie auf seiner todo-liste hatte, hat hier einen wahren hit gelandet. garden state ist sein erstlingswerk, das als indie-produktion gerademal 2,5 millionen dollar gekostet hat - und das mit stars wie natalie portman (star wars, hautnah, léon der profi) und ian holm (herr der ringe, the day after tomorrow, aviator).

die story ist offen und ehrlich - kein hollywoodgeplänkel, nur skurriles aus dem alltag. wirklich toll fand ich die szenen zwischen sam und large - immer wenn die beiden zusammen waren. beispielsweise die szene in sams zimmer, wie sie sich über alles mögliche unterhalten, und sam plötzlich sagt “wir machen da jetzt nicht rum, oder?”. zwischen den beiden entwickelt sich relativ rasch etwas, doch der film ist deshalb noch lange keine schnulze - es dauert sehr lang, bis es einmal zu einem kuss kommt.

immer wieder kommt es zu skurrilen szenen. sei es ein hemd, dass aus den resten der badezimmertapete gemacht wurde, ein haustierfriedhof, der drogenrausch, ein freund als totengräber, ein hausboot vor einer schlucht, der geräuschlose klettverschluss oder ein ritter beim frühstück - ständig gibt es etwas, was dem film seine eigene, humorvolle note verleiht. die charaktere sind herrlich, die schauspieler geben sich sichtlich mühe und natalie portman spielt meiner meinung nach grandios.

und als ob das alles noch nicht genug wäre - der soundtrack hat mich schwer beeindruckt. die verwendeten lieder sind zwar nicht gerade die bekanntesten, aber treffen erstens recht gut meinen musikgeschmack und fügen sich zweitens unheimlich gut in den film. die bekanntere band ist wohl “coldplay”, hin zu unbekannteren wie “the shins” (die ich durch die gilmore girls - ‘the shins - know your onion’ - kennenlernte), jedoch immer die richtige musik zum richtigen anlass. in triesten szenen ertönt melancholische musik, ansonsten gibt es tolle gute-laune-musik (vorallem bei den fahrten mit dem motorrad mit beiwagen).

ja, der film ist merkwürdig, und ja, bei der kombination “drehbuch-regie-hauptrolle” kann viel schiefgehen (auch wenn der letzte dieser art - barfuss - schwer genial war) - dennoch ist garden state ein meisterwerk; umso erstaunlicher, dass die arbeit bezüglich regie und drehbuch ein erstlingswerk war. es ist schön, dass noch leute mit independent-filmen gegen den hollywood’schen einheitsbrei kämpfen. ich seh schon - die dvd wird bei erscheinen in meiner sammlung sein. ;)

danke übrigens an a., b. und vorallem n. für die spontane zusage mitzugehen :-)

3 Responses to “kino: garden state”

  1. dinchen Says:

    du hast sowas von recht - und yeah - der soundtrack ist suuuper! also für mich ist das ein 5 von 5 * film. :) - hach, du und ich haben einfach nen guten filmgeschmack! :D

  2. nina Says:

    bütte *g*

  3. anke Says:

    der film ist genial! :D

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