»(k)ein bericht über hollywood
interessanter artikel in der telepolis über den fall, den die blogosphäre schon seit ein paar tagen diskutiert.
es geht um den neuen film von stephen spielberg und tom cruise (”krieg der welten”), bei dem nicht nur ein “maulkorb” an die journalisten verhängt wurde, die den film vorab zu sehen bekamen - nein, diese wurden auch gefilzt, durften kein papier mitnehmen, wurden mit detektoren untersucht und während der vorstellung gingen sicherheitsleute hin- und her und man wurde mit infrarot-kameras beobachtet.
der äusserst tolle “maulkorb” besteht darin, dass sich die pressevertreter verpflichten mussten, nicht vor dem offiziellen starttermin über den film zu berichten.
ich würde ja gerne hier wieder das wort “realitätsverlust” gebrauchen, aber das verwende ich in letzter zeit schon zu oft im zusammenhang mit der musik- und filmindustrie.
offenbar besteht wirklich die angst, dass schlechte kritiken viele leute abhalten könnten, sich den film anzusehen, und somit das wichtige startwochenende zu versauen. angst, dass der film floppt, sich die dvd nicht verkauft und die leute auf den produktionskosten sitzenbleiben. wetten, dass es ein baldiges dvd-release gibt? ;)
nichtsdestotrotz ist das, was da in berlin abging, eine riesen frechheit. nichtmal am flughafen wird man so gefilzt, und privatsphäre hat man im kino praktisch garkeine mehr.
dafür gibts bei uns kaum noch sneak previews und mich würds nicht wundern, wenn ich eines tages nicht mehr vor dem releasetermin über eine sneak schreiben darf…
June 27th, 2005 at 3:06 pm
“Coldplay trocknen Spielbergs Tränen.”
http://www.justmag.de/article550.html