»kino: war of the worlds
gestern hab ich mir war of the worlds im kino, natürlich in OV, angesehn (dt. titel: “krieg der welten”).
ray ist ein gewöhnlicher mann, hat einen gewöhnlichen job. als er auf seine kinder aufpassen sollte, bricht ein riesiger sturm los, und ein blitz schlägt 26 mal an der selben stelle ein. kurze zeit darauf bricht der boden auf, und eine riesige maschine fängt an, die menschen zu vaporisieren. schnell begreifen die menschen, dass es das ziel ist, sie auszurotten. ray versucht mit seinen kindern zu fliehen, doch die maschinen haben sich bereits über das ganze land verbreitet… (text von mir, bild von www.megaplex.at)
puh. also das der film nicht wirklich gut wird, war klar. er wurde bereits sehr lange vor dem kinostart gehyped, und die beschränkungen für die pressevorführungen liessen bereits einiges erahnen. dementsprechend waren meine erwartungen für den film.
es war genauso schlimm, wie ich es mir vorgestellt hatte. die sim city 2000 aliens maschinen, die die erde auslöschen sollen, schiessen anscheinend immer auf die leute rund um ray (tom cruise), egal wo er hinläuft. die yodas gremlins aliens, die diese maschinen steuern, sind ausserdem anscheinend nicht die intelligentesten. invasion auf anderen planeten machen bei denen wohl die 1-euro-jobs. und selbst, wenn alle elektronischen geräte ausgefallen sind, steht noch ein typ mit dem camcorder da und filmt, interessant. nicht zu vergessen, wenn flugzeuge abstürzen, ist alles hin, inkl. alles häuser in der sichbaren nachbarschaft, nur dein auto überlebt. sollte man bei vollkaskoversicherungen das nächste mal erwähnen.
aber nun zum plot – dieser ist sehr weird. scifi-katastrophenfilm mit familiendrama, oder so. der junge ist lieber selbstständig und rettet anderen menschen das leben, die kleine ist nur am schreien wenn sie irgendetwas sieht was ihr nicht passt – dafür wischt sie eine spinne, die grad über ihr gesicht krabbelt, ohne mucks weg. tom cruise passt meiner meinung nach übrigens die rolle des all-american-everyman, er sollte öfter solche nicht-helden spielen. ansonsten passiert nicht viel, im grunde sogar immer das selbe, nur mit wechselnden lokationen und reaktionen.
wirklich nett anzusehen waren die effekte – wie gebäude zerstört oder kirchen auseinandergerissen werden. oder wie eine riesige armee mit allem was sie hat gegen die “tripods” vorgeht, maschinengewehrsalvenabgebende jeeps, feuernde panzer, jets und kampfhubschrauber mit raketen, die alle gleichzeitig den sturm gegen die feinde losschlagen lassen – das sah wirklich beeindruckend aus.
die ganze szene im keller des fremden war schon sehr seltsam und erinnerte sehr an signs (der, btw, auch grottenschlecht ist). dennoch fand ich die szene – besonders die während der “sondierung” der aliens – recht spannend, auch wenn das unheimlich lang gedauert hat.
achtung, spoilers follow
wirklich seltsam war, wie die aliens draufgegangen sind. ich mein gut, bei signs hatten die aliens wohl pech mit dem planeten, den sie sich ausgesucht haben, aber laut narrator (der übrigens von morgan freeman gesprochen wurde) haben die aliens die erde für tausende von jahren beobachtet – aber sie konnten DAS nicht feststellen? ich mein, wenn wir nach afrika fliegen informieren wir uns sogar, was da notwenig ist, und die übernehmen fremde planeten und sollten damit noch nie ein problem gehabt haben?!
auch sehr logisch: weil die aliens krank werden, funktioniert das schutzschild der maschinen nicht mehr. klar.
der schluss war unter aller kritik. das kam dermassen plötzlich, dass ich nicht wusste, wie mir geschah. zuerst sitzt man da, mit dem typischen “WTF?”-gesichtsausdruck. aber es ist dann wirklich vorbei.
es gab zwei szenen, wo ich wirklich lachen musste – davon sollte aber wohl nur eine witzig sein. die erste war die, wo der junge fragt, von wo das zeug herkommt, und ray antwortet “it’s not from here.” – “you mean, from europe?”. die zweite ist die szene, als die kleine zum austreten zum fluss läuft und auf dem fluss zuerst etwas treibt, was da nicht sein sollte, und dann, kurze zeit darauf – man konnte es schon ahnen – etwas mehr von dem zeug auf dem fluss treibt.
von der story, aufmachung, umsetzung her, war der film wirklich mies. er war nett anzusehen, und ich hab mich ehrlichgesagt nicht fadisiert, auch wenn er wirklich etwas lang geraten ist. aber gesamt gesehen habe ich einen relativ negativen eindruck von dem film.
July 6th, 2005 at 2:52 pm
naja… umsetzung find ich schon gut. aber die geschichte passt so überhaupt nicht mehr in die vorstellung der heutigen gesellschaft, dass man sie nur als “schlecht” bewerten kann und somit gar nicht erst verfilmen hätte sollen. (angeblich is das so ein ding wie der hitchhiker’s guide, wo die vorlage schon ewig existiert. -> unbestätigtes gerücht)