»sneak: crash
am donnerstag lief crash (dt. titel: “l.a. crash”) mit sandra bullock, mat dillon, ryan phillippe und vielen anderen in der sneak.
viele menschen in l.a., unterwegs auf den strassen. menschen unterschiedlichester hautfarben und mit unterschiedlichsten berufen. was haben diese gemeinsam? zunächst – ausser, dass sie in l.a. wohnen – nicht viel. doch nachdem 2 schwarze einem eherpaar das auto stehlen, bricht einiges los und die geschichten verdichten sich langsam. das ehepaar lässt aus angst die schlösser im haus tauschen, doch die frau denkt, dass der schlosser mitglied in einer gang ist, aufgrund seines rasierten kopfes und seiner tätowierungen. dieser will jedoch nur für seine tochter sorgen, die angst hat, von einer kugel getroffen zu werden. ein iranischer ladenbesitzer kauft sich aus angst überfallen zu werden eine pistole. als ein schloss seines ladens kaputt wird, ruft er den schlosser, mit dessen arbeit er unzufrieden ist. dies ist nur ein handungsstrang, der sich mit den anderen verknüpft. eines haben sie jedoch alle gemein – viele der reaktionen basieren auf rassismus. (text von mir, bild aus der imdb)
der film beginnt eher komödienähnlich, mit den 2 schwarzen, die das auto rauben. schnell wird jedoch klar, dass der film keine komödie ist. es gibt eine vielzahl von charakteren, die ihre sache allesamt gut machen. alle kommen in irgendeiner form mit rassismus in kontakt – entweder erfahren sie diese am eigenen leib oder üben ihn selbst aus.
da wären die schwarzen, die leute überfallen. ein iranischer ladenbesitzer, der überfallen wird und den schlosser dafür verantwortlich macht. ein rassistischer polizist, der bei einer verkehrskontrolle eine frau missbraucht, und für seinen vater einen anderen arzt auftreiben will und dabei mit einer schwarzen diskutieren muss. und sein partner, der nicht mehr mit ihm fahren will.
einige der personen haben eine sehr miese einstellung, die sich aber dann durch ein radikales ereignis ändert und die leute zu richtigen helden macht; auf wegen, die man nie vermutet hätte. andere hätten die richtige einstellung, machen aber durch andere ereignisse fatale fehler und taten, die sie wohl nie hätten tun wollen.
der film zeigt einen groben schnitt durch die gesellschaft, mit leuten wie man sie überall antreffen kann. die leute haben probleme oder problemchen und stossen alle auf die art von alltäglichen rassismus, der nicht so einfach offensichtlich ist.
insofern machen alle charaktere eine transition durch, die sich wahrlich sehen lassen kann. die rollen wurden wirklich gut ausgearbeitet, auch wenn das skript nicht perfekt ist. der soundtrack ist eher unauffällig, passt aber wirklich toll zu den gezeigten bildern. die gezeigten bilder reichen auch ins nächtliche l.a., was wirklich sehenswert ist.
über diesen film zu schreiben ist nicht sehr einfach. ich empfehle einfach einmal: wenn ich das interesse geweckt habe, einfach ansehen. es geht um toleranz, negative vorurteile, die sich teilweise als wahr herausstellen und teilweise grundsätzlich falsch sind. die schauspielerische leistung liegt auf sehr hohem niveau, wie ich sie schon seit vielen filmen nicht mehr gesehen habe. ich denke, dass der film bei den oscars auf jeden fall eine rolle spielen wird – und das nicht nur wegen des sehr ernsten themas. ansehen!