»kino: mr. & mrs. smith
gestern hab ich mir im kino mr. & mrs. smith (brad pitt, angelina jolie), natürlich in OV, angesehn.
john smith und jane smith sind verheiratet. sie haben sich vor fünf (oder sechs) jahren kennengelernt und sofort gut verstanden. doch sie haben ein grosses geheimnis voreinander - beide sind auftragskiller für unterschiedliche auftraggeber, wissen aber nichts vom wahren beruf des anderen. stattdessen führen sie eine langweilige ehe zur tarnung. das ganze fliegt jedoch auf, als sie beide die selbe person als ziel haben…
(bild von www.megaplex.at)
der film läuft in 3 phasen. in der ersten phase gibt es viel humor, wie beide voreinander ihren beruf zu verstecken versuchen. in der zweiten phase - nachdem sie voneinander die wahrheit wissen - gibt es viel action, wenn die beiden versuchen, sich gegenseitig umzubringen. die dritte phase hat dann anfänglich noch einiges an witz und möchte noch action bringen, wird aber schnell langweilig.
bei dem film wurde eindeutig versucht, ein ausgeglichenes verhältnis aus witz und action zu machen, was gegen ende aber nur sehr bedingt gelang.
die wendung in die 3. phase ist vorhersehbar (auch wenn ichs hier nicht erwähne, vielleicht kann es sich ja jemand nicht denken), die kämpfe am schluss sind einfach nur noch dumm.
also warum funktioniert der film?
in erster linie sicherlich wegen der hauptdarsteller. brad pitt passt die rollte wirklich wie auf den leib geschnitten - ihm nimmt man den professionellen und etwas tollpatschigen killer einwandfrei ab. angeline jolie kann ich mir zwar weniger als kaltblütige killerin vorstellen, nichtsdestotrotz spielte sie ihre rolle ganz in ordnung.
in zweiter linie wegen des humors - es gibt immer wieder kleinere witzchen, ein paar slapstick-einlagen von unserem kleinen tollpatsch, den running gag mit den fünf oder sechs jahren und vieles mehr. auch mitten in den schlimmsten kugelhagel ist immer zeit für ein kleines witzchen. einige sachen sind auch dermassen unrealistisch überzeichnet, so dass es unweigerlich komisch wirkt. der film will garnicht ernst sein, deshalb macht es (grösstenteils) nichts aus, wenn etwas mal etwas unrealistisch ist.
und genau das rettet den film. mit schlechteren darstellern und weniger witz wäre es wohl eines der grösseren debakel im sommerloch.
die kameraführung schaut teilweise recht beeindruckend aus, auch wenns ein wenig an m:i-2 erinnert (nein, regie hatte nicht woo, sondern doug liman). soundtrack - gabs sowas? mir wär nichts aufgefallen, ausser die fahrstuhlmusik.
den film kann man gefahrlos ansehen, leichtes sommerkino, auch wenns um einiges kürzer (laufzeit 1:55) nicht geschadet hätte. ein paar kampfszenen weniger wären nicht aufgefallen.
July 27th, 2005 at 9:04 am
Guten Morgen,
stimme (wie meistens) ziemlich mit dem Review überein. Nur punkto soundtrack bin ich anderer Meinung. Also einige der Lieder haben mir echt gut gefallen (Express yourself - auch aus ‘Gegen jede Regel’ bekannt, Lay Lady Lay, Making Love Out of Nothing at All, Tainted Love (schon wegen dem Titel) und - is mir zwar im Film nicht aufgefallen, aber der Titel passt auch so schön - Used to Love Her (But I Had to Kill Her))
übrigens find ich ein paar Kampfszenen am Schluss wären aufgefallen - positiv :-)
wolfgang
July 27th, 2005 at 10:09 am
jetzt wo du es erwähnst, stimmt - da gabs einiges an musikalischer untermalung. keine ahnung, warum ich das verdrängt habe *g*
July 27th, 2005 at 10:41 am
übrigens find ich ein paar Kampfszenen am Schluss wären aufgefallen - positiv :-)
meinte natürlich ein paar Kampfszenen am Schluss weniger!!!