»sneak: must love dogs

filmplakatgestern lief must love dogs – deutscher titel “frau mit hund sucht mann mit herz” – mit john cusack und diane lane in der sneak.

die volksschullehrerin sarah hat gerade ihr scheidung hinter sich gebracht. ihre ganze familie versucht, sie in irgendeiner form zu verkuppeln, damit sie wieder unter männer kommt – unter anderem wird sie auf einer partnersuch-website angemeldet – etwas übertrieben als “voluptuous”, aber mit hinzugefügtem “must love dogs”, damit auch etwas wahres in der anzeige steht. doch fast alle männer, die sich auf die anzeige melden, sind absolute nieten, mit ausnahme von bootbauer jake, der ebenfalls gerade seine scheidung hinter sich gebracht hat. und dann wäre da noch der vater eines schülers…
(bild von www.megaplex.at)

der film ist eine romantische komödie – und obwohl “die hochzeits crasher” – erst vor 2 tagen gesehen – das auch ist, haben die zwei praktisch nicht viel im sinne des genres gemein. mit nicht zu alten filmen würde ich ihn noch am ehesten mit “the upside of anger” – nur ohne drama – vergleichen.

jake (gespielt von john cusack) stellt sich recht schnell als “the good guy” heraus – er bastelt seine boote noch aus holz, anstatt aus fiberglas, verkauft es nicht an leute, die es auseinandergesägt an die wand hängen wollen, sieht gerne dr. zhivago. dennoch dauert es eine ganze weile, bis es zwischen ihm und sarah endlich mal wirklich funkt. und selbst dann nimmt der abend jedesmal eine unerwartete wendung.
und grade das macht vieles von dem film aus. ständig passiert etwas – ein wenig verrückt, aber nicht so verrückt, dass man sich nicht vorstellen könnte, dass sowas im normalen leben nie passiert. und das verleiht dem film seine komik. egal, ob man beim blind date seinen eigenen vater trifft, der beim alter etwas gemogelt hat, in der nacht alle notapotheken durchfährt auf der verzweifelten suche nach kondomen, mit lackierten zehennägeln jemandem nachläuft oder sich ein “blondchen” über dr. zhivago auslässt – zu lachen gibt es in dem film wirklich genug. doch das verhältnis der romantischen komödie geht eindeutig in richtung komödie, auf kosten der romantik. wirklich romantische stimmung kam in dem film nie auf – keine ahnung ob das so gewollt oder so passiert ist. oder ob man nach einer scheidung so gefühlskalt ist. oder ob mir das nur so vorkam.
eventuell hätte man da in den knapp 100 minuten langen streifen noch etwas unterbringen können. ich kenne allerdings das buch nicht – vielleicht hat man sich auch nur relativ genau an das script gehalten.

der soundtrack hatte einige faszinierende momente, den werd ich definitiv mal suchen und probehören. die schauspieler waren in ordnung, cusack good as always. auf jeden fall war der film sehr unterhaltend, zum lachen gab es genug (auch die leute hinter uns haben viel gelacht, das war nicht zu überhören ;) ) – ich fand ihn ziemlich gut, er ist das eintrittsgeld wert.

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