»kino: charlie and the chocolate factory

catcfgestern hab ich dann noch charlie and the chocolate factory (dt. titel: charlie und die schokoladenfabrik), natürlich in OV, gesehen (johnny depp, freddie highmore).

die wonka schokoladenfabrik ist bekannt dafür, dass sie die beste schokolade weit und breit herstellt. als die fabrik nach einem rezeptediebstahl wieder geöffnet wurde, ist nichts wie vorher – scheinbar niemand ausser willy wonka arbeitet in dieser fabrik. was innerhalb der alten mauern vor sich geht, ist nur mythos. doch willy wonka versteckt in seinen schokoladentafeln 5 golden tickets, mit dem 5 kinder für einen tag die fabrik besichtigen können. charlie, der in armen verhältnissen lebt und jedes jahr zum geburtstag eine tafel wonka-schokolade bekommt, wünscht sich nichts mehr, als diese fabrik besuchen zu können. naja, fast nichts… (bild von www.megaplex.at)

leider hab ich die originalverfilmung nie wirklich gesehen – nur immer kurze ausschnitte daraus. ein grund mehr, sich diesen film anzusehen.

charlie wächst in sehr armen verhältnissen auf – das haus ist im wahrsten sinne des wortes “windschief”, seine 4 grosseltern wohnen bei ihm und seinen eltern und schlafen in einem bett. willy wonka hingegen lebt in seiner palastähnlichen fabrik und kann kinder und familie aufgrund einiger schlechten kindheitserinnerungen nicht ausstehen. er schliesst sich in seiner fabrik ein, wo er in ruhe neue sachen erfinden kann – sachen, die im anfangsstadium noch so manche nebenwirkung haben. unterstützt wird er von den oompa-loompas, die die fabrik am laufen halten.

der film ist sehr bizarr – die leute (vor allem die kinder und eltern, die mit den golden tickets die fabrik betreten dürfen) wirken irgendwie wie aus dem film “the royal tennenbaums”, johnny depp passt hervorragend auf seine etwas verrückte rolle – irgendwie wie ein erwachsenes kind, mit unpassenden, unfreundlichen kommentaren zu den unmöglichsten zeiten, gesichtsausdrücken zum schieflachen und seine freude, wenn die oompa-loompas tanzen und singen – göttlich!

die gewinner der golden tickets haben alle irgendwie eine meise – entweder mögen sie gar keine schokolade, sind karatemeister, lassen ihren vater tonnenweise schokolade kaufen, um ein golden ticket zu ergattern oder sind – schön nach klischee – dicke deutsche, die den ganzen tag nur schokolade futtern. einzig charlie ist ein wirklich braves kind. deshalb überrascht es nicht sonderbar, dass er den ganzen film hindurch, aber vorallem zum ende mit einigem an moral aufwarten kann. die moral – immerhin ist es ein kinderfilm – kommt nämlich nicht gerade zu kurz: familie ist sehr wichtig.

die aufnahmen im inneren der fabrik wirken sehr oft fantastisch – vorallem die fahrt mit dem gläsernen fahrstuhl durch die unterschiedlichen fabrikshallen. alles ist bunt und nett, essbar oder einfach merkwürdig. eichhörnchen sind in der nussverarbeitung, kühe werden geschlagen, und willy wonka sorgt für ein paar slapstick-mässige einlagen.

alles in allem ein recht lieber film, der nicht nur für kinder geeignet ist, sofern man durch ein paar tanz- und gesangseinlagen nicht gleich genervt wird.

Leave a Reply