»sneak: fever pitch

filmplakatgestern lief fever pitch (jimmy fallon, drew barrymore) in der sneak.

ben ist ein enormer boston red sox fan. er ist DER fan. seit seiner kindheit fiebert er mit dieser mannschaft; er hat karten die ein vermögen wert sind und verbringt während der saison soviel zeit wie nur irgendwie möglich mit den red sox. ausserhalb der saison lernt er die hübsche und erfolgreiche lindsey kennen, die ihn als netten, charmanten lehrer sieht. doch bald beginnt die saison, und viele beziehungen von ben sind schon an der saison zerbrochen. doch lindsey scheint dies nicht so wild zu sehen…
(filmplakat aus der imdb)

ben ist ein recht lustiger lehrer, der bei einem schulausflug auf lindsey stösst und sie auf anraten seiner schüler um ein date bittet. obwohl sie zuerst ablehnt – anscheinend ist alleine die vorstellung mit einem lehrer auszugehn schon schrecklich – wird dann doch etwas daraus. zumindest halb. lindsey hat nämlich etwas falsches gegessen und verbringt den abend über der kloschüssel. ben kümmert sich um sie, putzt ihr bad und den hund – sehr genial diese szenen, wo sie mehr oder weniger im delirium liegt und ben einfach einen perfekten mann miemt.

die beiden werden recht glücklich, die freundinnen von lindsey meinen, dass er wo einen haken haben muss und doch läuft es sehr gut. doch es ist klar, dass etwas passieren muss – so wär der film zu einfach. auch wenn es zuerst halb so wild ist, wird ben mit seinen red sox und lindsey mit ihrer arbeit schnell ein problem für den anderen. und, wie zu erwarten, geht das ganze dadurch auseinander. und jeder, der solche romantischen filme kennt, weiss auch wie es am ende ausgehen wird, ich sag soweit nix ;)

die story hat ein bisschen was neues (im gegensatz zur sneak in der letzten woche), das baseball selbst bleibt eher im hintergrund (dafür, dass es sich eigentlich nur darum dreht) und ist somit auch für nicht-ballsport-fans erträglich. es gibt viele sinn- oder prioritätsfragen, ob eine beziehung mit so viel baseball funktioniert oder baseball mit so viel beziehung funktioniert. die story ist zweifelsohne recht romantisch und ein wenig dramatisch, und es gibt ständig kleine witzchen. anfangs zwischen ben und seinen schülern, nachher zwischen ben und lindsey – immer wieder etwas, was einem kurz zum lachen bringt und den film in guter erinnerung belässt. und diese mischung, mit allen zutaten, ergibt einen film der sich von den “üblichen verdächtigen” soweit unterscheidet, dass man ihn doch irgendwie gern gesehen hat.

sehr genial fand ich übrigens die arbeit von drew barrymore, die nicht nur überzeugend spielt, sondern wirklich gut ihre rolle verkörpert. sie ist eine karrierefrau, die auf die 30 (“twenty-ten”) zugeht und gerne einen mann hätte. barrymore hat wirklich schon viel gespielt, aber diesen auftritt fand ich den besten seit “donnie darko” (wo sie mir allerdings vielleicht nur wegen der art ihrer rolle so gut gefällt).

fazitär macht das eine schöne romantikkomödie, die man ruhig ansehen kann. mit einer story bei weitem nicht so 08/15 wie andere und mit viel witz bekommt man 101 minuten lange unterhaltung mit viel red sox werbung.

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