»kino: the legend of zorro

filmplakatgestern hab ich mir the legend of zorro (antonio banderas, catherine zeta-jones) im kino angesehn.

1850, noch bevor kalifornien zu der union der vereinigten staaten gehörte. sobald es wo ärger gab, musste man nur 5 mal die glocken läuten - und schon kam zorro. klar, dass das der ehefrau nicht sonderlich gefällt - “lois” hat sich ja auch jedesmal aufgeregt, wenn “clark” wegmusste. deshalb lässt sie sich von ihm scheiden. doch der neue mann an ihrer seite führt irgendetwas im schilde, da ist sich zorro ganz sicher… (bild vom www.megaplex.at)

nachdem wir (und viele andere) von unserem stammkino eingeladen wurden, diesen film gratis zu sehen (haben einfach einen saal “kostenlos” zur verfügung gestellt), hab ich mir den film doch angesehen - dem trailer nach hätte ich den film eher ausgelassen.

im trailer sieht man im grunde auch, worums geht: viel haue, fuchteln mit dem degen, schnelles reiten und grosse explosionen. den helden lässt man ein paar unnötige purzelbäume, salti und rollen machen, denn das sieht gleich nach mehr aus. dazwischen wird der film aufgelockert mit etwas humor und 3 seltsamen beziehungen - zorro zu seiner (ex)-frau, zorro zu seinem sohn (der ihn für einen versager hält) und zorro zu seinem pferd, dass offenbar nur spanisch spricht und gerne alkohl trinkt und tabak raucht.

dazu fügt man einige sich immer wieder wiederholende szenen - zorro verhaut ein paar typische gauner, die sich kaum wehren können (erinnert leicht an ein en bud spencer film), zorro fährt mit dem batmobil aus der bathöhle reitet mit seinem pferd aus der kirchenkatakombe und dazu ein paar kleine gags. wenn das ganze noch nicht seltsam genug ist, schminkt man catherine zeta-jones im ersten drittel des filmes so seltsam, dass man sie kaum wiedererkennt.

das ganze verpackt man in eine alibi-story um den anschluss von kaliforien an den staatenbund, und die weissbrotbieger, die verhindern wollen, dass die USA zu mächtig wird - am besten mit 2 detektiven, die leute für sich rekrutieren, um das ganze zu verhindern. und wenn dann alle stricke reissen, jagt man einfach unmengen von nitroglizerin in die luft, so dass man angst hat, dass es gleich die leinwand wegreisst.

als schleife herum nimmt man eine extrem kitschige schlusseinstellung. und wenn man glaubt, dass der kitsch noch nicht reichen würde, greift man auf die gute, alte zeitlupe zurück.

das fertige paket heisst dann “the legend of zorro”, und man kann es auspacken, wenn man auf genau so einen actionstreifen lust hat. er ist ganz nett anzusehen, mit den actionszenen und witzchen, und dauert gottseidank nur 90 minuten. im nachhinein bin ich froh, keinen eintritt gezahlt zu haben, der film ist eher geeignet, um ihn auf dvd auszuleihen. ein highlight des jahres wird er auf jeden fall nicht.

Leave a Reply