»sneak: saint ralph
achja. vorigen donnerstag lief saint ralph (adam butcher, campbell scott) in der sneak.
ralph hat seinen vater im krieg verloren, seine mutter liegt sterbenskrank im krankenhaus. er besucht ein katholisches schulkloster und fällt dort immer wieder unangenehm als lausbub auf. plötzlich fällt seine mutter ins koma – der arzt meint, nur ein wunder könne sie noch aufwecken. als er wiedermal ungezogen ist, wird er in ein laufteam gesteckt. und als der trainer scherzhalber sagt, dass es “ein wunder wäre, wenn er den boston marathon gewinnen würde”, ist der fall für ralph klar. gewinnt er den marathon, wacht seine mutter auf, und er beginnt verbissen zu trainieren. doch auch glauben ist wichtig…(bild aus der imdb)
der film spielt in den 50ern, ist ein wenig kirchlich angehaucht, allerdings nicht wirklich schlimm und vieles wird einfach überzogen dargestellt – immerhin ist der film eine komödie. vorallem die versuche von ralph, wirklich zu glauben und richtig zu beten, sind teilweise sehr amüsant – wer kommt schon auf die idee, sie die knie mit schleifpapier aufzurauhen und sich in alkohol zu knien?
ralph macht auch alles, was in einem kathlischen kloster nicht erlaubt ist, was ihm so einiges einbrockt. zum beispiel der blick in die damenumkleidekabine im schwimmbad, unerlaubtes rauchen oder ständiges fluchen (“forgive me father, for i have sinned. it’s been 1 week since my last confession, since then i misused the name of god 117 times” – szenenwechsel, ralph fällt hin “god damn!”).
der film ist richtig lieb, es ist schön anzusehen, wie ralph alles mögliche für seine mutter unternimmt, egal wieviele steine ihm dabei in den weg gelegt werden. er ist nicht wirklich ein must-see, aber sollte er jemandem unterkommen, kann man ihn bedenkenlos ansehen.