»kino: serenity

filmplakatgestern hab ich serenity (nathan fillion, summer glau, uva), natürlich in OV, im kino gesehn.

captain malcom “mal” reynolds und seine crew reisen auf ihrem schiff durch das serenity-universum, dass sich langsam von lang anhaltenden kriegen erholt. sie erhalten sich mit transporten und überfällen. gegner sind die barabrischen reavers, und nachdem sie 2 flüchtlinge der allianz aufnehmen, werden sie auch von der regierung verfolgt. was will die regierung vertuschen? (bild von www.megaplex.at)

der film wurde von joss whedon geschrieben und directed, zu seinen bekanntesten werken zählen wohl die serien “buffy – im bann der dämonen” und “angel”. der film basiert allerdings auf seiner (gefloppten) serie “firefly”.

der film startet unheimlich seltsam und gleichzeitig genial, mit mehreren übergängen zwischen handlungssträngen. das ganze hört gottseidank auf, bevor man einen knoten in seine gehirnwindungen bekommt und bietet gleich rasante action – und die reisst nicht so schnell ab. vor allem anfangs passiert ständig etwas – und selbst wenn gerade mal nichts los ist, lässt meist der captain oder ein mitglied seiner crew einen kommentar in einer diskussion ab, die einem unweigerlich zum schmunzeln bringt. das will ich euch nicht vorenthalten – zum beispiel “this landing is gonna get pretty interesting.” – “define ‘interesting’.” – “oh god, oh god, we are all going to die?” oder “do you want to run this ship?” – “yes!” – “well… you can’t!”. dazu kommt, dass das schiff eigentlich am auseinanderfallen ist und die crew nicht unbedingt immer mit ihm übereinstimmt.

thematisch passiert relativ viel – immer wieder erfährt man ein wenig was über die zusammenhänge, auch wenn es gesamt gesehen nicht sonderlich plausibel erscheint. die kampfszenen, vor allem die, in denen river zeigt, was sie zu bieten hat, sind meist recht ansehnlich. gerade deshalb fällt es ein wenig schwer, ihr normal das unschuldige mädchen “i swallowed a bug” wirklich abzunehmen. meist ansehlich deshalb, da vor allem am ende kaum etwas zu sehen war. viel zu schnell um mitzukommen oder sehr schnelle schnitte, oder überhaupt hört man es nur und sieht nix. suboptimal. der rest der crew ist relativ generisch und hat nicht sonderliche charaktertiefe. um darüber ein wenig hinwegzutäuschen, kann man natürlich trick 17 anwenden, und eine kleine romanze entstehen lassen *hust*.

gegen ende zieht sich das ganze etwas. immerhin ist der film fast 2 stunden lang und irgendwann wird es einfach genug. ein paar minuten weniger hätten dem film sicherlich nicht geschadet.

abschliessend kann man sagen, dass der film den witz einer actionkomödie und das thema eines schönen scifi-movies hat, und das ganze relativ gut kombiniert. hat mir ganz gut gefallen, ein dvd-kauf wirds allerdings nicht, _so_ gut war er auch wieder nicht.

2 Responses to “kino: serenity”

  1. zank Says:

    was ich hier lesen muss tut mir echt im herzen weh

    “der film basiert allerdings auf seiner (gefloppten) serie “firefly”.”

    wieso ist sie wohl gefloppt? weils einmal kein standarT scifi scheiss ist? weil die serie gute dialoge hat? auf unbekannte gute schauspieler setzt? eine gut durchdachte story hat? spnnanend und zugleich witzig ist?
    oder weil fox den piloten nicht ausgestrahlt hat? die folgen in irgendeiner reihenfolge egspielt hat? fast keine werbung dafür gemacht hat? es wurden nichtmal die letzten beiden folgen der serie asusgestrahlt.

    wieso hat die serie so eine starke, loyale und treue fanbase? nein nicht wegen dem buffy bonus. sondern weil joss mit der serie wieder ein starkes stück abgeliefert hat.

    “immer wieder erfährt man ein wenig was über die zusammenhänge, auch wenn es gesamt gesehen nicht sonderlich plausibel erscheint.”
    der film basiert auf einer serie und setzt thematisch die erschienen comics fort. und genau das ist eine der stärken des films. man muss die serie nicht kennen.

    “der rest der crew ist relativ generisch und hat nicht sonderliche charaktertiefe.” bring einmal charakterentwicklung von 6 crew mitgliedern (und shepherd book), simon, river und dem uber-villian in einem 120 min streifen unter. auf irgendwas hat joss sich konzentrieren müssen und den kommentar mit “der kleinen romanze” lass ich gleich ganz unkommentiert.

    wie kannst du bitte um alles in der welt so einen film mit jedem anderen 0815 streifen vergleichen? das war das debut von joss whedon im kino (toy story und alien 4 zählt nicht da er da nicht allein für verantwortlich war). ausserdem war der film für das vergleichsweise niedrige budget wirklich ordentlich gemacht.

    und der film ist einen dvd kauf wert. schau dir zuerst mal die serie an. vma borg ich dir die dvds. aber auch die ist es mehr als nur kaufenswert.

  2. noledge Says:

    öh… hab ich was verpasst?
    mir hat der film gefallen, was eigentlich auch im review stehn sollte.
    das rechtfertigt bei mir aber noch keinen dvd-kauf. dafür muss mir ein film so gefallen, dass ich ihn wirklich gern mehrmals sehn würde.

    zu den anderen punkten:
    - aus wirtschaftlicher sicht ist firefly als fernsehserie gefloppt. ist so. ob jetzt FOX daran schuld trägt (mit beschissenen sendezeiten, keinem piloten und folgen durcheinander) ist dafür mal egal – es ist halt eine tatsache. dass die serie aber offenbar soviele anhänger gefunden hat, dass sich die dvd reissend absetzt, beweist, dass die serie wohl doch nicht so schlecht ist wie alle glauben. ich kenn die serie nicht, darum erlaub ich mir da kein urteil.

    - charakterentwicklung – grad mit 120 minuten wär da ein wenig mehr gegangen, vorallem in den minuten in denen kaum etwas passiert ist. und wenn ur plötzlich zwischen 2, die sich vorher kaum angesehen haben, eine romanze entsteht, ist das einfach das typische story-erzeugen. oder um die emotionale spannung anzuheizen, weil gleich jemand von den 2 stirbt.

    - und das er ordentlich gemacht war, bestreite ich nicht. nochmal: er hat mir gefallen!
    es gibt halt dennoch punkte, die mich gestört haben, die man hätte besser machen können oder die ich (ICH!) nicht gut fand. und für den dvd-kauf muss mich ein film mehr begeistern.

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