»sneak: domino

filmplakatgestern lief domino (keira knightley, mickey rourke, edgar ramirez, lucy liu) in der sneak.

domino basiert auf einer wahren geschichte. domino harvey hat in jungen jahren ihre modelkarriere an den nagel gehängt und wurde kopfgeldjägerin – eine der besten. im film erzählt sie einer fbi-psychiaterin, wie sie in das kopfgeldjäger-business gekommen ist, wie sie sich respekt verschafft hat und wie die ersten kleinen aufträge ausgesehen haben, bis sie einen etwas seltsamen auftrag erhalten haben, bei dem einiges schief lief… (bild aus der wikipedia)

der film sind nur die erzählungen von domino, die der fbi-angestellten rede und antwort steht – es geht um 10 millionen dollar, die gestohlen wurden und seitdem vermisst werden. die story wird komplett in rückblenden erzählt, womit es einige zeit dauert, bis man weiss, worum es eigentlich geht.

die erzählungen berichten von ihrer karriere, wie sie zu einer reality-tv-show gekommen sind und was alles schief gelaufen ist beim letzten auftrag. die story ist sehr komplex und unvorhersehbar, aber irgendwann will man einfach nicht mehr darüber nachdenken.
denn das problem ist, wie die story erzählt wird. tony scott führte regie – und wer seine etwas seltsame, aber durchaus ansehnliche arbeit bezüglich bewegter bilder in “spy game” mag, dem wird das ganze in domino anfangs sicher gefallen. hier ist das ganze noch eine spur extremer – zeitlupen, zeitraffer, backwinds, hohe kontraste, schnelle schnitte, einarbeitung der bilder in die musik – aber irgendwann kann man das ganze nicht mehr sehen. es wird schwer, dem film zu folgen, und auf eine länge von 2 stunden wird das ganze einfach zu viel. man lässt das ganze nur noch vor sich hinplätschern.

währenddessen lernen wir wieder einige sachen – bei schlechtem handy-empfang sollte man sicher gehen, alles richtig verstanden zu haben… ansonsten kann es passieren, dass man versteht, man soll jemandem den arm entfernen (!), dabei hätte man nur das shirt wegtun sollen um den arm zu sehen – hoppla. gewalt, blut und schiessereien gibt es auf jeden fall genug, und mit einem lap-dance kann man ein massaker verhindern – auch interessant. und der produzent der reality-show ist mit seinen kommentaren immer wieder genial und bringt einen zum schmunzeln.

aber ansonsten hat der film leider nicht viel zu bieten. so bemerkenswert die lebensgschichte an sich ist, aber die präsentation vermiest es einem. die echte domino harvey ist übrigens wenige monate bevor der film rauskam an einer überdosis gestorben.

2 Responses to “sneak: domino”

  1. Fichte Says:

    Ich kann nur zum Teil zustimmen. Die Geschichte wird zum Ende wirklich umfangreicher, so dass ich auch einmal dachte “oh, okay aufpassen” Aber so schwierig wars ja nun doch nicht. Und letztlich ist mir das auch lieber als wenn man alles easy serviert bekommt.
    Mir gefiel die typische Farbigkeit, das grün und dominierende gelb in dem Film. Stilmittel, die typisch sind für Tony Scott. Ich mochte den Film.

  2. Fred Says:

    Ich kann Deine Meinung nachvollziehen aber auch nur bedingt teilen. Fand schon “Man on Fire” von Tony Scott ziemlich super, “Domino” kommt da aber meiner Meinung nach ziemlich nah ran. Visuell ist der Film definitiv einzigartig und die Story ist für einen Film dieses Kalibers absolut okay. Viel komplizierter sollte sie auch nicht sein finde ich, sonst hätte ich auf jeden Fall Schwierigkeiten gehabt, ihr zu folgen, weil die Optik halt schon einiges an Aufmerksamkeit abverlangt. Keiry Knightley hat mich überrascht, auch weil ich sie kurz vorher in dem absolut “leisen” Film “Stolz und Vorurteil” gesehen habe, das nenn ich Wandlungsfähig. Ja und Mickey Rourke – der geht auf seine alten Tage noch mal richtig steil. Ich bin der Meinung der Film wird unterschätzt, weil die meisten mit Scotts Stil nichts anzufangen wissen. Ich war nach dem Film ziemlich happy, fertig, aber happy ;)

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