»sneak: what the #$*! do we (k)now!?

filmplakat“i think it is safe to say that no one understands quantum mechanics.” (richard feynman)

gestern lief what the #$*! do we (k)now!? (”what the bleep do we (k)now!?”) in der sneak.

der film ist eine dokumentation, hauptsächlich über quantenphysik, quantenmechanik, die quantentheorie. in einem kleinen schauspiel begleiten wir eine depressive, taube fotografin amanda durch das leben, als sie eines tages einige seltsame dinge erlebt. die theorien der quantenmechanik werden dabei relativ simpel erläutert. immer wieder sehen wir dazwischen wissenschaftler und philosophen, die versuchen zu erklären, was quantenphysik eigentlich ist.

ist die welt wirklich so, wie wir sie sehen? was sehen wir alles nicht, was vorhanden ist? kann ein und die selbe materie unendlich viele male vorhanden sein? gibt es viele realitäten, und unser verstand wählt eine (wohl die für ihn logischste) davon aus? es werden viele thesen aufgestellt, jedoch wird man im dunkeln darüber gelassen, wofür es bereits beweise gibt, und was noch vollkommene theorien sind.

in der zweiten hälfte werden mehr abläufe im körper erklärt, wie zellen auf unterschiedliche proteine und hormone reagieren, warum wir altern und warum uns stress krank macht. hier werden wir weiter von amanda begleitet, die auf einer hochzeit fotografieren soll, die abläufe im körper werden als zeichentrick auf kinderkanal-niveau erklärt.

über den film gehen die gemüter sehr auseinander. er war in den USA ein überraschungserfolg, eine der erfolgreichsten dokumentationen, allerdings können viele leute den film auch garnicht ausstehen. auch während der sneak preview sind einige leute schon vorzeitig gegangen. dem film wird vor allem nachgesagt, dass er von mitgliedern einer scientology-ähnlichen sekte gemacht wurde - jedoch ist RSE keine sekte. viel new age gedankengut, aber das macht noch keine sekte.

ich fand den film höchstinteressant, auch wenn ich jetzt nicht viel mehr von quantenphysik verstehe als vorher. die quantentheorie ist einfach viel zu komplex, um in einem film erklärt zu werden, bzw ist sich die wissenschaft selbst oft noch uneinig. allerdings war es ein netter überblick und ein netter denkanstoss, in richtung: existiert unsere realität wirklich? und wenn sich das ganze erst manifestiert, wenn wir hinsehen, warum sehen wir es dann alle gleich? was geschieht mit den milliarden von informationsbits, die wir pro sekunde aufnehmen, aber uns nur über 2000 bewusst sind?

teilweise fühlt man sich ein wenig wie neo in matrix, der erst verstehen muss, dass der raum und die luft nicht real sind… und dass es keinen löffel gibt. dementsprechend auch der titel des films - was wissen wir? was machen wir jetzt (nachdem wir das wissen)?

es gibt viel “new age” in dem film, wodurch leider wenige wissenschaftliche beweise oder versuche gezeigt werden. dennoch war der film ok, auch wenn da von einigen offenbar eine religiöse verschwörung hinter dem film vermutet wird. die rahmenhandlung ist relativ plump, allerdings ist es wie gesagt eine rahmenhandlung und dient nur dem besseren verständnis. mir hat der film gefallen und ich finde das gesamte wissensgebiet erstaunlich und bin überzeugt davon, dass es in den nächsten jahrzehnten (wird wohl noch eine weile dauern) noch grosse fortschritte geben wird.

“diejenigen, die nicht schockiert sind, wenn sie zum ersten mal mit quantenmechanik zu tun haben, haben sie nicht verstanden.” (niels bohr)

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