»kino: der letzte trapper
gestern hab ich der letzte trapper im kino gesehen.
norman winther lebt seit vielen jahren mit seiner frau in der wildnis. die nördlichen rocky mountains sind ihr zuhause. normans aufgabe als trapper ist es für das gleichgewicht in der natur zu sorgen. man nimmt sich, was man benötigt. doch in den letzten jahren wird es schwieriger. die holzindustrie schlägt ganze landstriche kahl, die tiere fliehen in andere gebiete. norman wird sich mit seiner frau einen neuen platz zum leben suchen müssen… (bild von www.megaplex.at)
nachdem ich den trailer für diesen film gesehen hatte, war für mich klar, dass ich diesen sehen muss. und mein gefühl hat mich wiedermal nicht getäuscht.
die geschichte, um die es hauptsächlich geht, ist schnell erzählt. durch die waldrodungen gibt es in dem gebiet immer weniger tiere. norman sucht ein neues gebiet, und zieht dann mit seiner frau dorthin um. dort bauen sie ein neues haus (eine blockhütte – baumstämme und moos als dämmmaterial). nahrung liefern tiere und pflanzen, zu geld kommt man mit pelzen, die man in einer stadt, die zu pferde mehrere tage entfernt liegt, verkauft. ein bewundernswertes leben?
es gibt kaum mehr trapper. die gesetze machen es einem schwieriger, die bestehenden erreichen ein alter, in dem es nicht mehr so einfach ist in der wildnis zu überleben. nicht jeder ist dafür geschaffen, bei unter -40°C in einem schneesturm unterwegs zu sein. mit dem hundeschlitten auf einem zugefroreren see einzubrechen und knapp dem tode zu entrinnen ist wohl auch kein honigschlecken.
der film wurde über eineinhalb jahre in den rockies gedreht. wir erleben jede jahreszeit; immer gibt es etwas zu tun. und ist man einmal nicht jagen, fallen stellen oder in der stadt, macht man sich mit den schlittenhunden auf den weg zu einem alten freund – mehrere tage anreisezeit, versteht sich.
es gibt sehr oft wunderbare landschaftsaufnahmen, die schönheit der nahezu unberührten natur in gebieten, wo es einfach kaum zivilisation gibt. monströse schluchten, weite gebirgsketten, verschneite landschaften, zugefrorene seen, die nordlichter, sonnenuntergänge. man fühlt sich fast wie in einer diashow, wo jemand über seine reise berichtet.
wunderschöner film.