»kino: v for vendetta
remember, remember, the fifth of november, the gunpowder treason and plot. i know of no reason why gunpowder treason should ever be forgot.
gestern hab ich v for vendetta (natalie portman, hugo weaving) – in OV – im kino gesehen.
V ist ein maskierter terrorist, der das totalitäre regime in england zu fall bringen will. nachdem er der jungen evey das leben gerettet hat, sieht sie mit an, wie er ein gebäude sprengt. als er auch noch über einen fernsehsender eine nachricht für eine zukünftige revolution ins ganze land ausstrahlt, muss er evey bei sich im untergrund festhalten – viele leute wurden bereits damit beauftragt, die beiden ausfindig zu machen… (bild von www.megaplex.at)
V ist ein faszinierender charakter. durch seine maske, die er ständig trägt, kann er unmöglich mit mimik arbeiten – deshalb ist seine stimme umso wichtiger. er wird undurchsichtig und geheimnisvoll, jedoch ist er intelligent, poetisch, zynisch und gegenüber seinen gegnern eiskalt.
im laufe des films erfährt man erst langsam die motivation hinter seinen anschlägen, dem versuch die regierung zu stürzen. evey spielt dabei eine grosse rolle, die ihn anfangs unterstützt, sich dann jedoch gegen ihn wendet. ihr werden im laufe des films die haare a la gi jane rasiert – ich würde ja sagen “arme portman”, allerdings hat sie sich sonderlich auf diese szene gefreut. sie überrascht mich immer wieder, wie sie sich doch in die unterschiedlichsten rollen – star wars mal ausgenommen – leben kann; ausserdem hat sie sich offenbar einen schönen britischen akzent antrainiert (das sind momente, wo ich über eine OV sehr froh bin).
die story des films hat definitiv etwas besonders, was man dann wohl den comics zu gute halten muss, denen der film zu grunde liegt. jedoch ist der film definitiv zu lang, im mittelteil passiert nicht sonderlich viel und es wird schnell langweilig. darüber können auch die immer wieder eingestreuten witzigen und zynischen bemerkungen nicht hinweghelfen, auch wenns wirklich einige schmankerl in dem film gibt: “who are you?” – “who? who is but the form following the function of what. and what i am is a man in a mask.” – “i can see that.” – “of course you can. i am not questioning your powers of observation. i’m merely remarking upon the paradox of asking a masked man who he is.”
die wachowski-brüder haben einige nette spezialeffekte eingebaut, wobei die kämpfe selbst entweder nicht sonderlich spektakulär oder übertrieben wirken. der film erinnert ein wenig an equilibrium, der allerdings in einer ferneren zukunft spielt und deshalb nicht den möglichen realismus der geschehnisse von v for vendetta erreicht, die mit aktuellen geschehnissen weiter untermauert wird. dafür haben die kämpfe in equilibrium definitiv mehr zu bieten.