gestern lief keeping mum (rowan atkinson, patrick swayze, uva) in der sneak.
walter, der pfarrer der 86-seelen-gemeinde little wallop, ist schwer damit beschäftigt, eine perfekte rede für eine religiöse convention zu schreiben. so beschäftigt, dass er nicht mitbekommt, wie unglücklich seine frau ist. sie findet die ehe lieblos, fühlt sich durch ihre kinder kaputt und muss nochdazu jede nacht das gekläffe der nachbarstöhle ertragen. doch die neu engagierte haushaltshilfe grace hat für jedes problem eine “patentlösung” parat… (bild von www.independentfilms.nl)
wer rowan atkinson nur von seinen “mr. bean”-rollen kennt, sollte sich unbedingt diesen film ansehen. er ist auch in diesem film witzig – allerdings witzig auf einer völligen anderen ebene.
die britische komödie ist wahrlich sehr britisch – sowohl die aussprache, als auch die witzchen sind deutlich den inselbewohnen zuzuschreiben, dazu eine gehörige portion von schwarzen humor – nicht jedermanns sache, aber es passt einfach perfekt in den film und wird oft auch nur durch etwas wortwitz (geht wohl dann in der synchro verloren) angedeutet.
grace kommt einem anfangs ein wenig wie eine gute fee vor – sie beseitigt die schlafprobleme von gloria, hilft der tochter auf den rechten weg, rächt den sohn, hilft walter bei seiner ansprache und sorgt dafür, dass die ehe wieder in ordnung kommt. dass ihre methoden allerdings nicht sehr feen-like sind, kommt doch schon sehr bald heraus, auch wenn sie es gut schafft, das ganze geheimzuhalten – vorerst zumindest.
es wird grösstenteils wunderbar geschauspielert – die gesichtsausdrücke von atkinson, die ja auch schon zu “mr.bean”-zeiten seine spezialität waren, die verzweiflung von gloria und das gespielte image von grace. einzig swayze war nicht sonderlich gut, es ist nur eine weitere schlecht gespielte nebenrolle in einem film, die ihm nicht zu seinem comeback verhilft.
sehr netter schwarzer humor, eine komödie mit einer schattenseite. sehr britisch, viel zu lachen, definitiv zu empfehlen.